Chronik

 

Auf Initiative von Alfred Köck trafen sich am 30. März 1971 17 Musikbegeisterte zur Gründung einer Blaskapelle. Aufgerufen hierzu hatten neben Herrn Köck der damalige erste Bürgermeister Karl Adam und Oberlehrer Georg Hauser. Namentlich zu dieser Versammlung waren der damalige zweite Bürgermeister Richard Seitz, Robert Lihl, Alfred Köck, Ottilie Schneider, Heinrich Schneider, Josef Fehnl, Fr. Haberkorn, Fr. Stangl, Franz Egeter, Josef Dobner, Martin Wolf, Albert Trießl, Karl Gaach sen., Emma Gaach, Katharina Hansl, Karl Hansl und Siegfried Weber erschienen.

Die Versammlung einigte sich, dem neuen Verein den Namen „Jugendblaskapelle“ Stadt Windischeschenbach zu geben.
Die erste Vorstandschaft der Kapelle setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender war Josef Fehnl, 2. Vorsitzender Josef Dobner, Kassier Karl Gaach sen.. Als Beisitzer fungierten Franz Egeter, Heinrich Schneider, Emma Gaach, Katharina Hansl, Albert Trießl und Martin Wolf.

Die musikalische Leitung der jungen Kapelle übernahm der Initiator der Gründungsversammlung, Alfred Köck, der bis 1975 dieses Amt innehatte.
Schon am Gründungsabend wurden 21 Kinder für die Kapelle angemeldet.

Es folgten nun lange, schwere Monate des Probens für die jungen Musiker und ihren Dirigenten (die ersten Musikproben wurden – sitzend auf Bierkästen – im Kellerraum von Herrn Köck abgehalten) bevor die noch junge Kapelle ihren ersten öffentlichen Auftritt am 18. Februar 1972 hatte.

Den ersten richtigen Probenraum bezog die Kapelle 1972 im Keller der Volksschule. Im Januar 1973 erfolgte der Umzug in das alte Schulhaus in der Geschwister-Scholl-Straße, in dem man bis heute übt.

Im Mai 1973 wechselte erstmals die Vorstandschaft. Nach der Neuwahl gehörten folgende Personen dem neuen Gremium an: 1. Vorsitzender wurde Ernst Hagn, 2. Vorsitzender Alfred Grundler, Kassier Albert Trießl und Schriftführer Otto Krautmann.

Ab 1973 gab die Kapelle auch ihr erstes Josefikonzert, das später zu Dreikönig zur Tradition werden sollte und bis 1981 fortgeführt wurde.

Ihr erstes Wertungsspiel betritt die junge Kapelle erstmals 1974 und erreichte einen hervorragenden 1. Rang.
Bereits 1973 wurden erste Kontakte zur „Jugend Deutschmeisterkapelle“ Ravelsbach in Österreich geknüpft. 1974 besuchte die Jugendblaskapelle erstmals die Freunde in Österreich. Aus diesem ersten Besuch ist eine langjährige Freundschaft entstanden.
Seit 1973 unternimmt die Kapelle fast jährlich einen Ausflug. Diese Reisen brachten die Kapelle bis heute nach Österreich, Ungarn, Italien, Holland und viele schöne Orte der Bundesrepublik.

1975 trat Ludwig Haubner die Nachfolge des Gründungsdirigenten Alfred Köck an. Ab 1975 richtete die Jugendblaskapelle erstmals das Volksfest in Windischeschenbach aus. In den Jahren 1976 und 1977 nahm die Kapelle mehrmals an Wertungsspielen teil und sicherte sich durch gute Leistungen jeweils vordere Plätze.

Bereits 1977 musste Herr Haubner die Leitung der Kapelle aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Kurzfristig übernahm Herr Herbert Peter aus Waldsassen die Leitung der Kapelle, um die eingegangenen Spielverpflichtungen erfüllen zu können.

Ab Dezember 1977 führte Max Moser aus Neustadt die Jugendblaskapelle, dessen Leitung er bis 1982 innehaben sollte.
1979 richtete die Jugendblaskapelle ein Kreismusikfest aus. An diesem Fest nahmen 16 Kapellen mit mehr als 700 Musikern teil.

Im März 1980 standen wieder Neuwahlen an. 1. Vorsitzender blieb Ernst Hagn, 2. Vorsitzender wurde Heinrich Schneider, Kassier Karl Bauer und Schriftführer Otto Krautmann.
1980 konnte die Kapelle mit 32 Musikern aufwarten. In diesem Jahr wurde auch das erste Pfingstfest in der Waldfriedenhütte abgehalten, das mittlerweile zur Tradition geworden ist und seither bis zum Jahre 2007 jährlich durchgeführt wurde.
1981, im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums, wurde das Volksfest mit Bierzelt letztmals ausgerichtet. Gast bei diesem Fest war das Jugendblasorchester aus Marktoberdorf.

Auch wurde zu diesem Jubiläum eine neue Tracht angeschafft, die mit kleinen Änderungen bis heute zum Erscheinungsbild der Kapelle gehört.

Von 1982 bis 1988 übernahm Thomas Hagn die Leitung der Kapelle, da der bisherige Dirigent Max Moser leider aus gesundheitlichen Gründen die Kapelle verlassen musste. Herr Moser wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt.

1984 wurde Gründungsmitglied und langjähriger Schriftführer Otto Krautmann anlässlich seines 70. Geburtstags zum Ehrenmitglied ernannt.

1988 war ein sehr ereignisreiches Jahr für die Kapelle. Im August des Jahres wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. 1. Vorsitzender wurde Franz Fenzl, 2. Vorsitzender Werner Lehner, Kassier Karl Bauer und Schriftführer Arne Mack.

Im selben Jahr verließ auch der langjährige Dirigent Thomas Hagn auf eigenen Wunsch die Kapelle. Sein Nachfolger als Kapellenleiter wurde Lothar Bierler aus Pleystein. Auf Wunsch der Musiker wurde im Herbst des selben Jahres der Name der Kapelle in „Stadtkapelle Windischeschenbach“ geändert. Die Kapellenstärke betrug zu diesem Zeitpunkt nur noch 16 Musiker.

1989 wurden für die Mädchen der Kapelle Dirndl´n angeschafft.

Im Frühjahr 1990 übernahm Erwin Kiener aus Pirk die Leitung der Kapelle. Kiener legte sehr viel Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses und schaffte in den folgenden 3 Jahren seiner Tätigkeit bei der Kapelle, einen gesunden Grundstock an Musikern heranzubilden.

1991 feierte die Stadtkapelle ihr 20-jähriges Gründungfest mit Kreismusikfest. Unter dem Motto „Die klingende Hauptstraße“ musizierten am Festsonntag 7 Musikkapellen mit mehr als 300 Musikern in und um die Hauptstraße. Für viele Windischeschenbacher Bürger ein unvergessliches Erlebnis.

Ab 1993 leitete Arne Mack die Kapelle. Im Sinne seines Vorgängers Kiener legte er besonders Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Musiker.

Ein großes Ereignis für den Verein und die Stadt war 1996 der Nordgautag in Windischeschenbach. Beim Festzug durch die Stadt war die Stadtkapelle mit 46 Musikern präsent.

Zum 25jährigen Jubiläum 1996 konnten wir die Jugenddeutschmeisterkapelle Ravelsbach aus Österreich bei uns begrüssen. Am Samstag sorgte Sepp Hauck mit seinen Steigerwäldern für Stimmung. Am Sonntag zogen 10 Musikkapellen in einem Sternmarsch durch den Ort. An der Mehrzweckhalle gab es dann einen eindrucksvollen Massenchor mit mehr als 300 Musikanten.

Zum Jubiläum waren 55 Musiker, incl. den Nachwuchsmusikern, aktiv.
1997 veranstaltete die Musikerjugend zum ersten mal ein Musikquiz. Hierbei
konnten unsere Musiker den 1., 3. und 5. Platz erzielen.


Ab 1997 veranstaltete die Kapelle zusammen mit den Motorradfreunden
Windischeschenbach ein Starkbierfest im Pfarrheim.


1998 nahm die Kapelle die erste CD „Im schönen Waldnaabtal“ auf.
In diesem Jahr trat die Kapelle im tschechischen Rundfunk auf. Im Wettstreit
mit der böhmischen Kapelle „Nekdarka“ musste sie sich nur knapp geschlagen
geben.


1999 heizte die Kapelle mit der Big-Band-Besetzung im Rahmen einer Serenade
im Park der Stützelvilla dem Publikum ein.


Die Neuwahlen im Jahr 2000 brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender
Franz Fenzl, 2. Vorsitzender Karl Gaach, Kassier Karl Bauer, Schriftführerin
Conny Wenzl.

Seit 2001 haben wir eine Freundschaft mit der „Stadtkapelle Lambrecht“ aus der
Pfalz. Seit diesem Jahr haben wir uns bei diversen Besuchen und
Gegenbesuchen kennengelernt und freuen uns immer wieder über die netten
Begegnungen.


Im Herbst 2001 übergab Arne Mack den Dirigentenstab an Karin Reber.
Bereits im Herbst 2002 übernahm dann Norbert Zimmermann die Leitung der
Kapelle, die er bis heute innehat.

2003 ging eine Ära zu Ende. Karl Bauer legte nach 23 Jahren sein Amt als Kassier nieder. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.


Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Franz Fenzl,
2. Vorsitzender Karl Gaach, Schriftführer Rainer Fenzl und Kassier Arne Mack.


Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kapelle 26 Musiker und 11 Musiker in
Ausbildung.

Auch 2006 gab es wieder eine Zäsur.
Nach 18 Jahren an der Spitze des Vereins stellte sich Franz Fenzl nicht mehr zur
Wahl. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.


Die neue Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Karl
Gaach, 2. Vorsitzender Berthold Winter, Kassiererin wurde Ingrid Hilmer und
Schriftführer Rainer Fenzl.


Seit 2007 ist die Stadtkapelle mit einer Homepage auch im Internet vertreten.
Unter der Web-Adresse www.eschawecka-blasmusik.de kann man sich über die
Kapelle informieren.

Seit 2008 hält die Kapelle ihr traditionelles Pfingstfest an der Wolframstubn im
Herzen der Stadt.


Seit vielen Jahren hat die Kapelle ein besonderes Verhältnis zum Trachtenverein
d`Waldnaabtaler.
Traditionell im Herbst wird ein Fussballspiel gegen die Jugend des
Trachtenvereins gespielt. Dem Spiel folgt alljährlich ein gemütliches
Beisammensein. Gemeinsame Auftritte bei Serenaden oder das gemeinsame Starkbierfest der
beiden Vereine runden die Freundschaft ab.


Alljährlich hat die Kapelle zwischen 40 und 50 Auftritten und dazu
rund 80 gemeinsame Proben. Dazu kommen noch viele Stunden Proben
mit den Ausbildern und Nachwuchsmusikern.


Die aktuelle Vorstandschaft besteht aus 1. Vorsitzender Karl Gaach,
2. Vorsitzender Berthold Winter, Kassier Simon Haberkorn und Schriftführer
Rainer Fenzl.

Zum Jubiläum hat die Kapelle 23 aktive Musiker. 9 Kinder sind in Ausbildung.

Kontakt:

Stadtkapelle Windischeschenbach

Karl Gaach

1. Vorsitzender
Landrat-Christian-Kreuzerstr. 19
92670 Windischeschenbach

Tel.: +49 9681 3133
E-Mail: karl.gaach@t-online.de